Wer an seinem Breitband-Anschluß WLAN betreibt, sollte sein Netzwerk und den Zugang in das Internet umbedingt gegen den Mißbrauch durch Dritte absichern.
Laut einem Bericht von Onlinekosten.de hat das OLG Düsseldorf entschieden, dass der Internetzugangs-Inhaber für, über seinen Anschluß, begangene Rechtsverletzungen zu haften hat, sofern dieser die zumutbaren Sicherungsmaßnahmen unterlassen hat.
Die Urteilsbegründung: “Der Anschlussinhaber habe mit seinem Anschluss eine Gefahrenquelle geschaffen, die nur er überwachen könne. Objektiv gesehen habe er es Dritten ermöglicht, sich hinter seiner Person zu verstecken und im Schutze der von ihm geschaffenen Anonymität ohne Angst vor Entdeckung ungestraft Urheberrechtsverletzungen begehen zu können.”
Hier ein paar Tipps zum Absichern Ihres Breitbandzuganges bzw. WLAN:
Allgemeine Konfiguration:
- Standardpasswort ändern
Bei der Konfiguration von WLAN/Router/Modem unbedingt das Passwort für den Administrationszugang auf das Gerät ändern. - Remotekonfiguration deaktivieren
Verbieten Sie die Konfiguration Ihrer Geräte über das Internet, denn dort sitzen die Bösen! So sollte die Administrationsansicht für die Remotekonfiguration aussehen:

- Lokale Konfiguration beschränken
Reduzieren Sie die Konfiguration Ihrer Geräte über das eigene Netzwerk auf ein Minimum, z.B. nur Web-Oberfläche und nur von einer bestimmten IP-Adresse bzw. MAC-Adresse. Dies bietet wiederum zusätzliche Sicherheit.
WLAN-Konfiguration:
- SSID nicht übermitteln
Üblicherweise erzählen WLAN Access-Points überall herum wie die Kennung eines Funknetzwerkes heisst, welches durch sie verwaltet wird. Stopfen Sie Ihrem WLAN Access-Point das Plappermaul. Sachen, die man nicht sehen kann erregen weniger Interesse, als sichtbare Dinge. - Zugangskontrolle via MAC-Adresse
Bestimmen Sie selbst, welche MAC-Adressen (eindeutige Kennzeichnung jedes Netzwerkadapters) sich mit Ihrem WLAN Access Point verbinden darf und welche nicht. Dies bietet zwar keinen 100% Schutz, denn MAC-Adressen lassen sich mit geeigneter Software faken, aber jedes Stückchen Sicherheit hilft. - Verschlüsselung des Funkverkehrs
Hierbei sollten Sie sich nicht mit WEP begnügen, sondern gleich auf den derzeit sichersten Standard WPA2 setzen. Heutige WLAN-Adapter bzw. -Netzwerkkarten sollten diesen beherrschen, bei älteren Geräten sieht es da schon schlechter aus.
100% Schutz gibt es nicht. Mit genügend Aufwand läßt sich alles umgehen, aber machen Sie es den Bösen Buben nicht zu einfach ![]()
In der Hoffnung die Welt etwas sicherer gemacht zu haben …
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